„Borderline-Persönlichkeiten sind das psychologische Äquivalent zu Patienten mit Verbrennungen dritten Grades. Sie haben sozusagen keine emotionale Haut. Selbst die leichteste Berührung kann enormes Leid auslösen.“

Marsha Linehan

Mitglieder für neue Selbsthilfegruppe gesucht: „Stark gegen Einsamkeit – gemeinsam!“

In Frankfurt soll eine neue Selbsthilfegruppe für Menschen gegründet werden, die einen Mangel an sozialen Kontakten spüren und unter ihrem Alleinsein leiden.

Die Selbsthilfegruppe eröffnet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen und sich gegenseitig dabei zu unterstützen, Wege aus der Einsamkeit zu finden.

Weitere Informationen finden Sie hier: Flyer herunterladen und bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle.

Gründung einer Selbsthilfegruppe zum Thema Sexueller Mißbrauch

Die Beratungsstelle Wildwasser Frankfurt e.V. setzt nach den Sommerferien die im März 2021 begonnenen Wochenend-Workshops für von sexuellem Missbrauch betroffene Frauen fort. Anmelden können sich therapieerfahrene Frauen aus dem Rhein-Main-Gebiet, die durch einen Erfahrungsaustausch ihre Vereinzelung überwinden und eine Verbesserung ihrer alltäg­lichen Bewältigungsstrategien anstreben.

Im Anschluss an die Workshops können sich die Teilnehmerinnen zu einer nicht angeleiteten Selbsthilfegruppe zusammenschließen.

Die Teilnahme an dem Wochenend-Workshop ist kostenfrei.

Angeleitet wird der Workshop von einer Mitarbeiterin der Beratungsstelle Wildwasser Frankfurt e.V.

Für Frauen, die keine Gruppenerfahrung haben, ist ein Informations- und Beratungsgespräch vor­gesehen. Dies dient der Klärung, ob der Austausch mit anderen betroffenen Frauen zum aktuellen Zeitpunkt als geeignet erscheint, Bearbeitungsstrategien zu beleuchten und ggfs. zu erweitern und ob die interessierte Frau sich vorstellen kann, wie sie in der Gruppe auftreten will und dass sie sich in einer Gruppe wohlfühlen kann.

Vorgespräche können in den Wildwasser-Beratungsstellen in Frankfurt am Main und in Bad Homburg v. d. H. geführt werden.

Weitere Informationen und Anmeldung unter

kontakt@wildwasser-frankfurt.de
069 – 95 50 29 10 und 06172 – 66 93 99 3

Anzahl

Es können 6 Frauen teilnehmen.

Termine

24. und 25. September 2021

29. und 30. Oktober 2021

Für die Termine können Vorgespräche sowohl in Frankfurt am Main als auch in Bad Homburg v. d. H. vereinbart und Anmeldungen angenommen werden.

Zeiten

Freitag von 17 – 20 Uhr und Samstag von 10 – 13, 14 bis 18 Uhr

Video-Seminar: Gefühle im Fokus – Eine Kurzfortbildung in Videos von Andreas Knuf

Andreas Knuf ist Psychotherapeut und Autor/Herausgeber von u.a. „Borderline – Das Selbsthilfebuch“, „Umgang mit Gefühlen in der psychiatrischen Arbeit“, „Recovery und Empowerment“, „Leben auf der Grenze – Erfahrungen mit Borderline“ und „Gesundung ist möglich – Borderline-Betroffene berichten“

Gefühle beeinflussen unser Denken und Handeln und sind allgegenwärtig. Ob im Job oder ganz privat, sie sind schon ohne Krise oft eine Herausforderung.  Auch psychische Erkrankungen sind eng an Gefühle gekoppelt. Sie sind in der Behandlung nicht nur als „Beiwerk“ zu verstehen, sondern ihnen kann in der professionellen Arbeit Raum gegeben werden.

Die sechsteilige Video-Kurzfortbildung behandelt folgende Aspekte zum Theme „Gefühle in der psychiatrischen Arbeit“ und ist auch für Betroffene und Angehörige interessant.

Teil 1: Unterregulierte und überregulierte KlientInnen
Teil 2: Die drei Systeme der Psyche: Alarmsystem, Aktivierungssystem und Beruhigungssystem
Teil 3: Gefühle und professionelle Distanz
Teil 4: Ungünstige Strategien im Umgang mit Gefühlen
Teil 5: Hilfreiche Strategien im Umgang mit Gefühlen
Teil 6: Angenehme Gefühle und ihre Förderung

Alle Teile können hier kostenlos angeschaut werden

 

Zeitschrift für Disability Studies (ZDS)

Die erste Ausgabe der Zeitschrift für Disability Studies (ZDS) ist erschienen und kann kostenfrei auf der Website als PDF heruntergeladen werden. Darin gibt es unter anderem Beiträge von Anna-Catharina Heidrich zum Thema „Intersektionale Perspektive(n) auf Disability, Gender und Madness“, Sven Drebes und Friederike Jonah Reher über „Erfahrungen aus der Organisation der ‚behindert und verrückt feiern‘ Pride Parade“ und Michael Zander zum Thema „Corona-Pandemie und Behinderung – ein Überblick“.

Die Zeitschrift für Disability Studies (ZDS) ist die erste peer-reviewed wissenschaftliche Zeitschrift im Feld der Disability Studies im deutschsprachigen Raum. Ihr Anliegen ist es, die gesamte Bandbreite der Inhalte, Perspektiven, Methoden und Theorien kritischer Behinderungsforschung zu präsentieren. Sie ist multidisziplinär und international ausgerichtet und erscheint zweimal pro Jahr online. Neben wissenschaftlichen Artikeln werden auch Beiträge aus aktivistischen/politischen Kreisen veröffentlicht.

Alle Artikel der Erstausgabe sind hier online abrufbar.