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Gründung Angehörigen-Stammtisch

Liebe Trialog-Interessierte,
nach dem gestrigen Trialog zum Thema „Kommunikationsstrategien für Angehörige“ erreichte mich heute untenstehende Email.
Sollten Sie Interesse an einem Angehörigen-/Eltern-Stammtisch haben, melden Sie sich bitte unter trialog@borderlinerheinmain.de

Hier die Email:

„Hallo Frau Kiehl, mein Mann und ich waren gestern beim Borderline Trialog dabei und im Nachgang dazu haben wir uns ein paar Gedanken gemacht. Dabei ist eine Idee entstanden für deren Umsetzung wir Sie gerne um Hilfe bitten würden. Hauptsächlich indem Sie, wenn das für Sie denkbar ist, über den offenbar bestehenden E-Mail Verteiler unsere Idee und unsere Kontaktdaten weiter leiten an andere Interessierte.

Wir sind beides Angehörige, unsere 20 Jahre alte Tochter hat Borderline und wir haben gestern gemerkt, dass genau die Sorgen und Probleme die wir haben, aber auch das große Bedürfnis nach Austausch und Unterstützung, offenbar auch eine ganze Menge andere Eltern haben.

Wir sind seit einigen Wochen schon auf der Suche nach Hilfsangeboten für uns als Angehörige, speziell nach Austausch mit anderen Eltern – leider hat sich relativ schnell heraus gestellt, dass es keine Angehörigen Gruppen speziell für Angehörige von Borderline Kranken gibt und schon gar nicht speziell für Eltern. Es wurde gestern auch an mindestens einer Stelle deutlich, dass es doch einige Unterschiede gibt ob ich Angehöriger bin dessen Partner krank ist oder ob mein Kind krank ist, für das ich evtl. sogar noch verantwortlich bin wenn es noch minderjährig ist.

Um es an dieser Stelle erst mal abzukürzen und auf den Punkt zu bringen: Wir waren überwältigt von der Menge an Teilnehmern gestern und dem offensichtlich sehr großen Bedarf an Austausch, Hilfe, Unterstützung etc. und wir haben uns gefragt, wieso es dann nicht schon längst Eltern gibt, die sich zusammen getan haben um sich in kleinerer, überschaubarerer und auch etwas persönlicherer Runde gegenseitig zu unterstützen – und sei es nur indem man mal mit Menschen reden kann, die genau wissen wovon man spricht und in einer ähnlichen Lage sind. Uns würde das oft schon sehr viel helfen. Und wir sind überzeugt, dass es nicht nur uns so geht.

Wo so viele Menschen sind, denen es ähnlich geht wie uns, müsste es doch eigentlich ohne Weiteres möglich sein, einen Rahmen zu finden in dem sich Angehörige Eltern ein oder zwei Mal im Monat treffen, austauschen und evtl. gegenseitig unterstützen können.

Oft ist es ja so, dass es einfach nur jemanden braucht, der so etwas mal in die Hand nimmt und organisiert. Genau das möchten wir jetzt tun.

Mein Mann und ich haben uns also entschlossen einen Elternstammtisch ins Leben zu rufen, der sich entweder wöchentlich oder 14tägig trifft. Ich denke das kann man dann in einem ersten Treffen miteinander besprechen, in welchem Zeitabstand ein solches Treffen sinnvoll und gewünscht ist.

Um es möglichst unkompliziert zu halten, was einen Raum und evtl. Kosten hierfür betrifft, werden wir schauen, dass wir eine nette zentral gelegene Gaststätte mit separatem Raum suchen wo man in Ruhe bei dem ein oder anderen Getränk auch in netter Atmosphäre zusammen sitzen kann.

Für uns wäre jetzt natürlich spannend zu sehen wie groß das Interesse an einem solchen Elternstammtisch ganz konkret ist und wollten Sie also gerne bitten, unsere Idee und unsere Kontaktdaten über Ihren E-Mail Verteiler an Interessierte weiter zu leiten oder gerne auch auf anderen Wegen (sofern es welche gibt) weiter zu geben.

Wir würden dann mal schauen wie viele Menschen sich melden und wenn sich genügend Teilnehmer finden (aber auch selbst wenn wir anfangs auch nur mit einem anderen Elternpaar zusammen säßen wäre das auch ok) konkret nach einem ersten Termin und einem passenden Ort schauen.“

Suizid in der Stadt

Die FAZ berichtet in einem großen Artikel von der Tagung der Frankfuter Gesellschaft für Suizidprävention:

„In der Metropole Frankfurt liegt die Suizidrate mit 12 bis 13 Fällen im Jahr je 100 000 Einwohner etwas höher als anderswo, berichtet [Andreas] Reif, [Direktor der Psychiatrie an der Universitätsklinik Frankfurt] . Allerdings kommt nur ein Drittel der 90 Menschen, die sich im Jahr hier das Leben nehmen, auch aus der Stadt. Die Zahl der Suizide auf 60 im Jahr zu senken ist Ziel des Präventionsprojekts Frappe, an dem unter Federführung der Universitätsmedizin Rechtsmediziner, Allgemeinmediziner, alle psychiatrischen Kliniken der Stadt und das Gesundheitsamt beteiligt sind. Suizid sei ein Krankheitssymptom von Stimmungs- und Suchterkrankungen sowie Psychosen, erklärt Reif. Depressionen seien der höchste Risikofaktor. Deshalb könne man mit guter Behandlung viele Tode verhindern.“

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Hilfe in Krisen – Sommer-Ausgabe der Frankfurter Selbsthilfezeitung erschienen

„Hilfe in Krisen“ heißt der Leitartikel der neuen Ausgabe der Frankfurter Selbsthilfezeitung. Welche Möglichkeiten der Hilfe und Selbsthilfe gibt es in Frankfurt (mit großer Adressliste)?

Darüber hinaus informiert die Zeitung über bestehende Selbsthilfegruppen und solche die gerade in Gründung sind und noch Mitglieder suchen.  Und es gibt einen Überblick über die 2017 geplanten Veranstaltungen mit Selbsthilfegruppen und dem Selbsthilfe e.V.

Die Selbsthilfezeitung kann auf der Homepage der Selbsthilfekontaktstelle heruntergeladen  oder vom Büchertisch des Frankfurter Trialogs mitgenommen werden.