Schlagwort-Archive: Empowerment

Genesungsbegleiter: Die Brücke zwischen Klinik und gesundem Alltag

„In unserer Gesellschaft gehört es zum Alltag, dass Menschen in Lebenskrisen geraten. Manchmal geht es ihnen dabei so schlecht, dass die Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung unausweichlich ist. Nach der Entlassung gehen diese Menschen in ihr altes Krisenumfeld zurück, wo sie meist auf sich allein gestellt sind. Nach einem Klinikaufenthalt braucht es aber viel Zeit, um ins gesunde Leben zurückzufinden. Zurzeit fehlt zwischen Klinik und Wiedereintritt ins Arbeitsleben ein Stück Betreuung. Stellen Sie sich eine Brücke vor, die von zwei Seiten begonnen, aber nicht zu Ende gebaut wird. Wir sehen uns als Verbindung zwischen diesen Enden. Unser Anliegen ist es, einerseits präventiv tätig zu sein, andererseits Nachsorge zu betreiben und die Menschen gestärkt in die Eigenständigkeit zu begleiten.“

Großes Portrait der Genesungsbegleiterin Kornelia Dorn, die in Thüringen den Verein „MUT zu Veränderung“ gegründet hat. Der ganze Artikel findet sich hier.

Genesungsbegleiter – Verstehen durch eigene Erfahrung

In Frankfurt beginnt in Kürze ein neuer EX-IN-Kurs, in dem Genesungsbegleiter ausgebildet werden. Nähere Informationen auf der Homepage von EX-IN Frankfurt.


Das Portal wise-mind.de stellt das Berufsbild des Genesungsbegleiters vor:

„Der Psychiatrie Erfahrung und dem daraus stammenden Wissen betroffener Personen wurde lange Zeit kaum Bedeutung beigemessen. Ihre Wahrnehmung von Erkrankung, Therapie und Heilung hielten Fachkräfte oft für wenig relevant. Dies ändert sich nun.
Langsam aber deutlich wächst die Einsicht, dass Psychiatriebetroffene sowohl das Verständnis von psychischen Störungen maßgeblich erweitern, die Leistungen des psychiatrischen und sozialen Dienstes verbessern und zur Genesung von akut Betroffenen entscheidend beitragen können. Ein erster Schritt in diese Richtung wurde mit dem „EX-IN“ Ansatz (Experienced Involvement, dt. = Beteiligung von Erfahrenen) getan.“

Zum ganzen Artikel bitte hier entlang.

Recovery-Broschüre

Die Broschüre „Recovery für die Seele“ des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie e.V. erklärt, was es mit dem Recovery-Konzept und der Inklusion psychisch Kranker auf sich hat.

„Individuell und kollektiv haben wir es abgelehnt, den Bildern der Verzweiflung, die so oft mit psychischen Krankheiten in Verbindung gebracht werden, zu erliegen. Wir sind eine Verschwörung der Hoffnung und stemmen uns gegen die Flut der Unterdrückung, welche seit Jahrhunderten das Erbe derjenigen von uns ist, die als psychisch krank bezeichnet werden. Wir lehnen es ab, Menschen auf ihre Krankheiten zu reduzieren.“
Patricia Deegan, Mitbegründerin der Recovery-Bewegung
Die komplette Broschüre gibt es hier zum Download.

Recovery-Präsentation im Markus-Krankenhaus


In den 1990er Jahren schlossen sich in den USA psychisch kranke Menschen zusammen, die lange als unheilbar krank oder „austherapiert“ galten und trotz dieser negativen Perspektive gesundeten. Sie begründeten die Recovery-Bewegung, der sich rasch engagierte Fachleute und Angehörige anschlossen. Gemeinsam machen sie seitdem darauf aufmerksam, dass Genesung auch von schweren psychischen Erkrankungen möglich und das Vorurteil „Einmal krank – immer krank“ unbegründet ist.

Beim Vortrag „Recovery – Ein neuer Zugang zum Thema psychische Erkrankung und Genesung“ am 28. März 2017 ging es um folgende Fragen:

Was ist Recovery? (Begriff und Erläuterungen)
Aus Erfahrung gut – Persönliche Perspektiven
Recovery praktisch (Was fördert Recovery?)

Die vollständige Prasentation gibt es hier als PDF zum Download 

Und hier gibt es die Liste der Dinge, die Recovery fördern