Schlagwort-Archive: Trauma

Projekt „ReScript“: Psychotherapie für Geflüchtete in Frankfurt

Menschen auf der Flucht sind oft vielfach traumatisiert. An der Goethe-Universität wird eine neue Therapiemethode erprobt. Sie setzt auf die Kraft innerer Bilder.

Menschen, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet sind, haben oftmals traumatische Erfahrungen gemacht. Albträume, immer wiederkehrendes inneres Durchleben des Traumas, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Schreckhaftigkeit, Angst und andere intensiv negative Gefühle können die Folge sein. Dies sind Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), für die Betroffenen sind sie mit hohem Leidensdruck verbunden.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden in Frankfurt ab sofort Therapieplätze für Menschen ab 18 Jahren, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet und an einer Traumafolgestörung leiden, angeboten.

Kontakt für Patientinnen und Patienten:
Julia Reuter, M.Sc. Psych.
Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie
Goethe-Universität
Telefon: 069 798 25374
E-Mail: rescript@zpt-gu.de

Mehr Informationen gibt es hier:

Online-Kongress zum Thema Trauma

Für Kurzentschlossene:

Das Auditorium-Netzwerk veranstaltet vom 20.7. bis 26.7. einen Online-Kongress zum Thema „Trauma und transgenerationale Weitergabe von Trauma“.

Mit dabei sind u. a.:
Michaela Huber: Transgenerationale Traumatisierung / Trauma und Sucht / Frühes Trauma – späte Folgen
Luise Reddemann: Kriegskinder, Kriegsenkel und Nachkriegskinder in der Psychotherapie / Wenn Wunden nicht heilen
Bessel van der Kolk: Trauma und Gehirn / Trauma, Vernachlässigung und Angst als prägende Faktoren unserer Identität
Peter A. Levine: Der Körper trägt die Last des Traumas
… und zahlreiche mehr!

Für mehr Infos und zur Anmeldung (bis zum 19.7.) bitte hier entlang. 

Corona und häusliche Gewalt

Ze.tt, das Onlinemagazin des Zeit-Verlags, berichtet, dass die häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder in China und den USA aufgrund der Corona-Ausgangssperren stark zugenommen habe. Ähnliches wird für Deutschland und Österreich befürchtet.

Nina Monecke von ze.tt schreibt: „Für viele Frauen ist ihr zu Hause, ihre eigene Wohnung, ihre Beziehung gefährlich, für manche sogar tödlich.
Lasst uns aufmerksam sein in unserem privaten Umfeld und in unserer Nachbar*innenschaft.“

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Update 28. März 2020: Auch Spiegel Online und der Tagesspiegel berichten über das Thema.

 

Kurzfilm: „Für Frauen“ – Es sind keine Zahlen, es sind Frauen.

Statistiken zeigen wie allgegenwärtig körperliche und sexualisierte Gewalt an Frauen auch in Deutschland ist. Doch durch die Abstraktion der Zahlen geht schnell das Gefühl für die Realität verloren. Die Regisseurin Jelena Ilic ruft ins Gedächtnis: „Es sind Frauen, keine Zahlen“.

Der Film entstand in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Im Rahmen eines Seminars setzten sich Studierende der KHM zwei Semester lang mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auseinander. Fünf junge Regisseurinnen drehten am Ende des Seminars jeweils einen Kurzfilm, die zum Weltfrauentag 2018 veröffentlicht wurden.

 Interview mit den Regisseurinnen lesen

Kurzfilm: „Tu Lugar“ – Wo beginnt Diskriminierung von Frauen in der Gesellschaft?

Was bedeutet es in einer patriarchalen Welt „Raum“ einzunehmen? Wo hört Gleichberechtigung auf und wo fängt Gewalt gegen Frauen an? Die junge Regisseurin Agustina Sánchez Gavier beschäftigt sich mit der Frage des Raumverlustes der Frauen in der Gessellschaft und seinen Konsequenzen.

Der Film entstand in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Im Rahmen eines Seminars setzten sich Studierende der KHM zwei Semester lang mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auseinander. Fünf junge Regisseurinnen drehten am Ende des Seminars jeweils einen Kurzfilm, die zum Weltfrauentag 2018 veröffentlicht wurden.

 Interview mit den Regisseurinnen lesen