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Psychiatrieerfahrene für Filmprojekt gesucht

Das Medienprojekt Wuppertal sucht Menschen mit Psychiatrieerfahrungen für ein neues Filmprojekt:

Der Gedanke, selbst einmal aufgrund einer seelischen Notsituation Patient einer psychiatrischen Einrichtung zu sein, ist für viele Menschen unvorstellbar. Klischees von Zwangsjacken und Mitpatienten, die durch Medikamente wie Zombies wirken, sind weit verbreitet und werden medial immer noch verstärkt. Die Gefahr ist, dass dadurch Menschen abgeschreckt werden, die Hilfe brauchen. Gleichzeitig führen solche Vorstellungen zur Stigmatisierung von Menschen mit Psychiatrieerfahrungen. In diesem Film geht es darum, was Psychiatrie aus der Sicht von Betroffenen tatsächlich ist – positiv wie negativ.“

Auf der Homepage des Medienprojektes gibt es viele Filme u.a. zum Thema Drogen & Sucht, psychische Erkrankungen und sexualisierte Gewalt.  Diese können als DVD bestellt oder (kostenpflichtig) auf Vimeo gestreamt werden.

Mehr über das Medienprojekt Wuppertal gibt es hier.

 

Eine Genesung in Bildern


(Foto: Gina Nicolini, Quelle: refinery29.de)

Lange hat Gina Nicolini mit einer Eßstörung, Depressionen und Selbstverletzung gekämpft. Heute dokumentiert sie ihre Genesung auf ihrem Instagram-Account @gini.eat.world und macht anderen Betroffenen Mut.

„Sie ist eine, die anderen hilft. Eine, die anderen sagt, dass es okay ist, Hilfe anzunehmen, es ist okay, Tabletten zu nehmen, okay, anders zu sein, anders zu lieben. Wichtig ist, dass man kämpft und nicht aufgibt.“

Ein Artikel bei refinery29.de stellt Gina vor.

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Frankfurter Borderline-Trialog

Achtung, Terminänderung!!
Neuer Termin: 13. September, 14:00 bis 17:00 Uhr. Der Trialog findet von 15:00 bis 16:30 Uhr statt.

Diesmal als Veranstaltung im Rahmen der Psychiatriewoche. Thema: Stigmatisierung.

„Am diesjährigen Tag der offenen Tür möchten wir uns dem Thema „Stigmatisierung und Psychiatrie“ widmen. Psychisch Kranke sind leider noch häufig von Stigmatisierung im Alltag oder in den Medien betroffen. Ausgehend von einer Initiative unserer ErgotherapeutInnen erhalten Betroffene die Gelegenheit, persönlich, per Video oder mit Hilfe eines „Übersetzers“ von eigenen Erfahrungen mit Stigmatisierung zu berichten.  Zusätzlich wird es eine Ausstellung mit Bildern, Collagen oder Texten unserer Patienten geben.

Anknüpfend an die Stellungnahmen der WHO und die Forschungen des Soziologen E. Goffmann, dass Stigmatisierung einen Teufelskreis von Ablehnung mit der Folge sozialer Isolation und Arbeitsunfähigkeit initiieren kann, möchten wir neben den Berichten zu Erfahrungsaustausch und Diskussion in Form eines Trialogs einladen.

Begleitend ein buntes Rahmenprogramm mit Flohmarkt mit Modenschau, leckerem Kuchen und Kaffee, einem Grillstand und der Möglichkeit, unser Team und die Arbeit in unserer Klinik kennenzulernen.

Um 14 Uhr wird die Veranstaltung durch den Chefarzt der Abteilung, Herrn PD Dr. Fehr eröffnet.

Die Beiträge zur Stigmatisierung und der anschließende Trialog beginnen um 15 Uhr in der Aula.

Das gesamte Team der Klinik freut sich auf Ihr zahlreiches Kommen!“

Interessierte Betroffene, Angehörige und Helfer (Therapeuten, Ärzte, Pflegepersonal, Sozialarbeiter) sind herzlich eingeladen! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Anfahrtsbeschreibung und Lageplan hier.

Das gesamte Programm der Psychiatriewoche gibt es hier.

Videos zu den Themen Borderline und Trauma

Die Kölner Filmemacherin Diana Kaiser hat auf der Homepage borderline-info.de  eine gute Einführung zur Borderline Persönlichkeits­störung zusammengestellt. Sie schreibt:

„Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung, die Betroffene, Angehörige und Therapeut*innen vor extreme Herausforderungen stellt. Die Diagnose ist komplex, die Therapiemöglichkeiten vielseitig und professionelle Hilfe essentiell. Diese Seite soll die wichtigsten Fragen rund um Borderline gebündelt beantworten, um so einen ersten Überblick zu verschaffen.

In drei Videos erklären einige der renommiertesten Experten mit dem Behandlungsschwerpunkt, was das Krankheitsbild ausmacht, warum eine Therapie wichtig ist, welche Möglichkeiten Betroffene nach der Diagnose haben und wie ein Leben mit Borderline „zwar nie einfach aber absolut lebenswert“ sein kann.“


Die Elfriede-Dietrich-Stiftung möchte mit einem dreiteiligen Filmprojekt über das Thema „Posttraumatische Belastungsstörung“ aufklären.

Die nun vorliegenden Filme wenden sich an unterschiedliche Zielgruppen:

  1. Die Betroffenen:
    Dieser Film soll Menschen zum einen Mut machen, ihr Leiden als Krankheit zu erkennen, sich  professionelle Hilfe zu suchen und zeigt, dass Heilung oder Linderung immer möglich ist. An Beispielen von Betroffen und im Gespräch mit Fachtherapeuten erhalten sie Einblicke in die Erkrankung, ihre Therapie und ihre Heilungschancen.
    Film:   Anschauen | Download: WMV MP4
  2. Die sogenannten Helfer:
    Es gibt zahlreiche Menschen, die aufgrund ihres Berufes mit großer Wahrscheinlichkeit Menschen mit PTBS begegnen. Dazu gehören u. a. Ärzte, Pflegepersonal, Menschen, die in Beratungsstellen arbeiten, aber auch Polizisten, Lehrer etc. Diese wollen wir sensibilisieren, frühzeitig zu erkennen, dass Menschen, denen sie in ihrem Alltag begegnen möglicherweise an einer Traumafolgestörung erkranken können oder bereits erkrankt sind. Damit  können und sollten sie als Mittler dienen, Betroffenen zu helfen, indem sie Betroffene ermutigen, sich in eine spezielle Traumatherapie zu begeben.
    Film:   Anschauen | Download: WMV MP4
  3. Die Öffentlichkeit:
    Wir haben uns unter anderem zum Ziel gesetzt, darüber aufzuklären dass es Traumafolgeschäden gibt, dass diese Krankheit, wie auch Depressionen,  kein menschlicher Makel und Schwäche ist und rein gar nichts mit einem Mangel an Stärke zu tun hat. Wir möchten zeigen, dass gezielte Therapien und zwar Traumatherapien ein sehr hohes Maß an Heilungserfolgen aufzuweisen hat.
    Film:   Anschauen | Download: WMV MP4

Fachtherapeutinnen und Therapeuten der deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie haben die wichtigsten Hintergrundinformationen zu den Filmen in einem Booklet zusammengefasst. Auch dieses können Sie hier kostenlos herunterladen.

Download: PDF