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Neu: Informationsgruppe für Angehörige von Menschen nach einem Suizidversuch

Der Suizidversuch eines nahe stehenden Menschen löst bei Familie und Freunden häufig Angst, Verunsicherung oder Hilflosigkeit aus.

Die im Rahmen des FraPPE-Projekts (Frankfurter Projekt zur Prävention von Suiziden mittels Evidenz-basierter Maßnahmen) eingerichtete fachlich geleitete Informationsgruppe, die sich an Angehörige von Menschen nach einem Suizidversuch richtet, informiert Sie über Themen wie die Entstehung und die Ursachen von Lebensmüdigkeit sowie die Behandlungsmöglichkeiten der (in den allermeisten Fällen) zugrundeliegenden psychischen Erkrankung. Außerdem werden der Umgang mit suizidalen Menschen sowie Hilfsangebote für die Betroffenen und ihre Angehörigen zur Sprache gebracht.

Bitte beachten Sie: Unsere fachlich geleitete Informationsgruppe ist kostenlos und unverbindlich. Sie richtet sich an Angehörige von Menschen, die einen Suizidversuch unternommen haben. Um besser planen zu können, bitten wir Sie um eine kurze Anmeldung per E-Mail an christiane.schlang@kgu.de.

Wenn Sie einen nahe stehenden Menschen durch einen Suizid verloren haben, wenden Sie sich bitte an die AGUS-Gruppe Frankfurt (www.agus-selbsthilfe.de).Viele hilfreiche Informationen, Hilfsangebote und aktuelle Terminhinweise finden Sie auch im Internet: http://frans-hilft.de.

Hier gibt es den Flyer zur Gruppe zum Download.

Deutschlands erstes Mental Health-Cafe

Derzeit läuft eine Crowdfunding-Kampagne für „BERG & MENTAL“, Deutschlands erstes Mental Health-Cafe, in München. Die Initiatoren (u.a. Dominique de Marné von Travelling the borderline) schreiben:

„Wir wollen eine permanente, niederschwellige Anlaufstelle für alles rund um Mental Health sein. Bei uns geht’s um psychische Gesundheit. Und darum, dass das nicht automatisch „Depression“ oder „Burnout“ heißen muss. Es geht darum, dass wir alle eine Psyche haben, einen Kopf, Gedanken, Seele, Hirn, mit dem wir ab und zu kämpfen.
Wir wollen verändern, dass und wie wir über psychische Gesundheit reden. Überhaupt, anders, normaler, besser. Mit BERG & MENTAL wollen wir einen Ort schaffen, an dem man auch mal über solche Dinge reden kann, aber nicht muss. An dem man reden, zuhören, lernen, wachsen, aufladen, abschalten, runterkommen und lachen kann – in einer schönen Atmosphäre, bei einem leckeren Kaffee.

Geplante Eröffnung: Oktober 2019
Café, Produkte, Seminare und Events rund um das Thema seelische Gesundheit
Das Konzept ist nominiert für den Deutschen Integrationspreis

Für mehr Informationen zur Kampagne bitte hier entlang. Einen Bericht in der Zeitschrift „Business Punk“ gibt es hier.

AOK startet „Familiencoach Depression“

Um Angehörige im Umgang mit depressiv erkrankten Familienmitgliedern oder Freunden zu unterstützen, hat die AOK jetzt ein neues, interaktives Online-Programm „Familiencoach Depression“ gestartet.
Angehörige erhalten dort Hilfestellung, wie sie mit Krisensituationen umgehen, den Erkrankten unterstützen können und sich gleichzeitig in der schwierigen Situation nicht selbst überfordern. Das Programm basiert auf den Inhalten von Psychoedukationskursen. Das interaktive Online-Programm ist für jeden Interessierten kostenlos verfügbar.

Zum „Familiencoach Depression“ bitte hier entlang.

Einen Infoflyer gibt es hier zum Download.

Angehörigenworkshop: „Psychoedukation und Recovery“

Anmerkung BLRM: Eine der Referentinnen, Christiane Tilly, hat mehrere Bücher zum Thema Borderline geschrieben, unter anderem „Borderline: Das Selbsthilfebuch“ (Knuf/Tilly) und „Expedition Arbeit: Wege in Beschäftigung für Menschen mit Borderline“ (Tilly/Grefenberg)

„Psychoedukation und Recovery“ so lautet der Titel des Workshops, den der Landesverband NRW ApK am 7./8. Juli im Evangelischen Tagungszentrum in Wuppertal durchführen wird.

Übergreifendes Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmer zu vermitteln, dass es trotz Leid, Ohnmacht und Hilflosigkeit möglich ist, mit psychischen Krisen im Angehörigenkreis zu leben und aus diesen Krisen zu lernen. Es sollen insbesondere auch Impulse zur Selbsthilfe gesetzt werden. Außerdem geht es darum, Angehörige von Schuld und Versagensgefühlen zu entlasten sowie Schamgefühle abzubauen.

Angestrebt wird, den Angehörigen genügend Zeit für den Austausch untereinander in einem „geschützten Raum“ und einem vertrauensvollen Klima zu geben.

Voraussichtliche Themen für den Samstag werden insbesondere:
• grundlegende Informationen zu den wesentlichen psychischen Erkrankungen
• deren Behandlungsmöglichkeiten sowie
• die Medikation sein.

Am Sonntag steht die „Selbstsorge“ im Vordergrund. Dabei sollen folgende Aspekte behandelt werden:
• Familie & Angehörige (Unterschiedliche Verarbeitung von Erlebnissen, Probleme Angehörige/Betroffene, Wichtige Hilfsangebote)
• Psychotherapeutische Themen (Abgrenzung/Eigenständigkeit, Schuld/Verantwortung, Trauer/Verlust)
• Krisenbewältigung (Deeskalation, Behandlungsverfügung, Zwangseinweisung).

Die Implusreferate zu den einzelnen Themen werden jeweils von „Profis“ gehalten, u.a. Andre Nienaber (Gesundheits- und Pflegewissenschaftler) sowie Christiane Tilly (Ergotherapeutin und Erziehungswissenschaftlerin).

Den Bericht über die Recovery Veranstaltung in 2017 lesen Sie hier.