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Störungsspezifische Versorgung bei Borderline im Rheinland

Die Ärztezeitung berichtet über das Behandlungsangebot der LVR Klinik in Köln-Merheim bei einer Borderline-Erkrankung. Auch wenn das Angebot regional begrenzt ist, haben viele der Aussagen der Ärzte allgemeine Gültigkeit:

„Zwar sei die Versorgung der Patienten in den vergangenen Jahren besser geworden. „Aber immer noch wird die Krankheit bei vielen Menschen zu spät diagnostiziert, und sie bekommen zu spät kompetente Hilfe“, betonte sie.

Ein Grund sei, dass Borderline-Patienten als schwer behandelbar gelten. In einer Befragung hatten 30 Prozent der Ärzte und Psychotherapeuten eine Behandlung abgelehnt, 60 Prozent wollen höchstens zwei bis drei Patienten betreuen. Dabei sei die Behandlung umso erfolgreicher, je besser sich die Therapeuten mit dem Krankheitsbild auskennen, [sagte Professor] Gouzoulis-Mayfrank, [die Ärztliche Direktorin der Klinik.]“

Den vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen.

 

Der Weg aus der Hölle

Das Magazin „Zeit Wissen“ zeichnet die Entwicklung der Dialektisch-Behavioralen Therapie nach und erklärt, warum Menschen Gefühle brauchen und wie man besser mit ihnen umgehen kann.

Plus: Marsha Linehans Weg zur Erfinderin einer Therapie für „hoffnungslose Fälle“.

Den ganzen Artikel gibt es bei Zeit Online.

Papierhaut

Eine Leserin hat uns einen Text geschickt, der die Intensität und die Heftigkeit der Gefühle von Borderline-Betroffenen gut beschreibt. Danke, Elisabeth!

„Das, was Du immer am schwierigsten fandest, war, anderen zu vermitteln, wie es sich anfühlt, Du zu sein. Das hatte zum einen damit zu tun, dass Du nicht besonders gut darin warst, über Deine Gefühle zu sprechen (schon gar nicht, wenn Du mal wieder 15 davon zur selben Zeit hattest), zum anderen, weil es für „normale“ Menschen so schwierig war, das nachzuvollziehen.

Marsha Linehan, die Erfinderin der DBT, vergleicht Borderline-Patienten mit Menschen mit schweren Verbrennungen: Sie haben, buchstäblich, keine Haut mehr, die sie vor äußeren Einflüssen schützt. Während das bei Verbrennungsopfern für alle weithin sichtbar und nachvollziehbar ist, ist das emotionale ohne-Haut-sein für andere unsichtbar und meist auch unverständlich. Wie soll auch jemand verstehen können, dass ein Blick, eine Bemerkung ausreichen können, um Dich in eine solche Krise zu werfen, dass Du nur noch sterben willst? Natürlich ist das nicht „normal“.

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