Umgang mit Suizidgedanken für Angehörige

Fräuleins wunderbare Welt erklärt gut, wieso es wichtig ist, als Freund da zu sein, ohne den Anspruch zu haben, Therapeut sein zu müssen oder seine eigenen Grenzen zu vergessen.

„Doch warum begehen Menschen Suizide? Als völlig Außenstehende ist das schwer nachvollziehbar. Seit ich mit meiner Depression irgendwie klar kommen musste, kann ich suizidale Gedanken sehr gut nachvollziehen. Meine Sichtweise während eines starken Tiefs kann ich versuchen in Worte zu fassen, doch wirklich nachfühlen ist (wahrscheinlich zum Glück) für Nicht-Betroffene nur schwierig möglich. Diese Schwärze in mir drin, die komplette Hoffnungslosigkeit, die niemals enden wollende Aussichtslosigkeit. Die eingeschränke Wahrnehmung meines Körpers durch Dissoziationen bestärkt meine negative Gedankenspirale zusätzlich. Und so geht es nicht nur mir, so ergeht es vielen Menschen. Jeder nimmt das natürlich anders wahr, jeder hat andere Auslöser, andere Krankheiten, andere Gedanken, einen anderen Umgang damit.

Doch eines hilft jedem von uns: sich damit nicht einsam und alleine fühlen. 

Solange ich weiß, dass es Menschen gibt, die mir Herzen liegen und denen ich am Herzen liegen, die an mich denken und auf mich und mein Wohlergehen achten, solange verbleibt ein Funken Hoffnung.“

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