Schlagwort-Archive: Stigmatisierung

Modeerscheinung Selbstverletzung?

Ist Autoaggression nur Ausdruck einer individuellen psychischen Erkrankung, oder spielen auch gesellschaftliche Faktoren eine Rolle? Die Frankfurter Rundschau nimmt sich des Themas an und versucht auch, ein altes Klischee zu relativieren.

„Wer sich ritzt, will doch nur Aufmerksamkeit“ – das ist die Schablone, in die Menschen, die sich mutwillig selbst verletzen, passen sollen. Ein Satz, der relativiert, abschwächt, herunterspielt. „Stell dich nicht so an, spiel dich nicht so auf, reiß dich mal zusammen.“ Und obgleich der Satz Betroffenen herabwürdigend den Ernst ihrer Lage absprechen soll, ein Klischee ist das mit der Aufmerksamkeit nicht. „Das Problem ist nicht das Zitat selbst, sondern die negative Wertung dessen, dass der Betroffene Aufmerksamkeit sucht“, sagt Anja Link. Man müsse sich doch überlegen, warum ein Mensch diesen schmerzhaften Weg wählen muss, um gehört zu werden. Meist schneiden sie sich mit unterschiedlichen Werkzeugen, verbrennen sich mit Zigarette oder Bügeleisen, schlagen sich selbst, reißen sich die Haare aus. Es gibt viele Formen der Gewalt gegen sich selbst.“

Zum gesamten Artikel geht es hier entlang.

Selbstoffenbarung auf YouTube – hilft das?

Unter dem Hashtag #Storytime erzählen auf Youtube Hunderttausende von Depressionen, Borderline, Schizophrenie. Ist das hilfreich oder gefährlich?

„Der Medienpsychologe Frank Schwab vermutet, dass die meisten Youtuber, die ihre psychische Erkrankung thematisieren, eine ähnliche Motivation haben wie [die Borderline-Betroffene] Charis. Denn viele Erkrankungen haben narzisstische Anteile. „Die werden mit den Clips und den Reaktionen darauf bedient. Das kann manchmal harmlos, manchmal gefährlich sein“, sagt Schwab. Oft tue das positive Feedback den Youtubern wirklich gut, der Austausch helfe auch betroffenen Zuschauern. „Youtube funktioniert dann wie eine Plattform für online vermittelte Selbsthilfegruppen“, erklärt Schwab. „Andererseits entstehen durch die Sehnsucht nach Anerkennung aber auch Wettkämpfe um Kommentare und Klicks, die ungesunde Ausmaße annehmen können.““

Den gesamten Artikel gibt es bei jetzt.de

Zehntausend Gründe – Suizid verhindern

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 10.000 Menschen durch Suizid.

Anlässlich des Welttags der Suizidprävention am 10. September bietet das Frankfurter Netzwerk für Suizidprävention (FRANS – 2014 auf Initiative des Gesundheitsamts Frankfurt gegründet) gemeinsame Veranstaltungen mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt an, um das Tabuthema Suizid ins öffent­liche Bewusstsein zu bringen.

Zum Flyer mit dem kompletten Programm bitte hier entlang.

 

14 weit verbreitete Irrtümer über die Psychotherapie

„Hört man einen Freund sagen, er habe einen Arzttermin, so denken die wenigsten von uns, dass dieser Freund unglaublich reich, schwach oder gar verrückt sein muss. Ist es nicht das, was man tun sollte, wenn man sich verletzt hat oder sich nicht wohl fühlt?

Wenn aber jemand einen Therapeuten aufsucht, sind die meisten Menschen doch sehr vorschnell mit ihrem Urteil.“

Zum ganzen Artikel bei der Huffington Post geht es hier entlang.